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Personalbeschaffung, Employer Branding

Employer Branding und Onboarding: die Kernelemente erfolgreicher Personalbeschaffung

Man könnte annehmen, dass es in der aktuellen Situation – manche sprechen vom ‚war for talents‘ – für alle Unternehmen schwierig ist, geeignete KandidatInnen für offene Positionen zu finden. Das ist aber nicht so. Vielmehr gibt es eine Reihe von Unternehmen, die – unabhängig von der Größe – einen nahezu stetigen Strom von Initiativbewerbungen zu verzeichnen haben und bei Stellenangeboten mit Anfragen überschüttet werden. Der Grund: erfolgreiches Employer Branding!

Diese Unternehmen haben es geschafft, durch ein gezieltes Employer Branding ein Image zu vermitteln, welches für potentielle Kandidaten attraktiv – und gleichzeitig realistisch ist. Denn realistisch zu sein ist wichtig, da ein übertrieben positives Bild zwangsläufig zu höheren Fluktuationsraten und damit verbundenen Kosten führt. ‚Realistic Job Previews‘ (RJPs), also die aktive Information über Vorteile und Nachteile eines Jobs spielen hierbei eine große Rolle. Trotzdem sind Enttäuschungen und Frustrationen – auf beiden Seiten – im ersten Tätigkeitsjahr kaum zu verhindern.

Das hat recht wenig mit dem jeweiligen Auswahlverfahren für geeignete Kandidaten zu tun. Beim Auswahlverfahren betreiben die meisten Unternehmen den höchsten relativen Aufwand (bezogen auf den ganzen Recruiting-Prozess). Dem Gewinn an Aussagekraft hinsichtlich der Eignung sind aus verschiedenen Gründen jedoch enge Grenzen gesetzt.

Die Kernelemente eines gelingenden Onboarding-Prozess sind:

  • ein fest verankertes transformationales Führungsverständnis im Unternehmen,
  • ein gezieltes Prozess-Monitoring durch Human Resources (HR) und
  • gegebenenfalls ein spezielles Onboarding-Coaching, welches dem mentalen Anpassungs-Prozess, den ein erfolgreiches Onboarding voraussetzt, gerecht wird, sog. Onboarding Facilitation.

Aber auch in Unternehmen, wo dies nicht alles vorhanden ist, lassen sich mit überschaubarem Einsatz die Erfolgsquoten im Onboarding deutlich verbessern.

Employer Branding und Onboarding: die Fallstricke

Auch wenn ein Unternehmen die Personalbeschaffungs-Ziele klar definiert hat, eine dazu passende Personalbeschaffungs-Strategie entwickelt und entsprechende Personalbeschaffungs-Aktivitäten aufgesetzt hat, kann es trotzdem zu Problemen bei der Personalbeschaffung kommen. Die häufigsten Fehler, die dabei gemacht werden:

  • das Employer Branding korrespondiert nicht mit den tatsächlichen Unternehmensverhältnissen;
  • die verfügbaren Informationskanäle werden nicht ausgeschöpft und/oder nicht passend ‚bespielt‘;
  • bei kleinen und mittleren Unternehmen ist das Employer Branding häufig nicht ausreichend die strategischen Vorteile dieser Unternehmen ausgerichtet, während gleichzeitig die korrespondierenden HR-Prozesse in entscheidenden Punkten nicht die Erwartungen der Ziel-KandidatInnen erfüllen;
  • die ‚Realistic Job Previews‘ (RJPs) werden zum falschen Zeitpunkt oder über die falschen Kanäle in den Prozess integriert;
  • das Monitoring der Onboarding-Prozesse durch HR wird gar nicht oder zu statisch umgesetzt;
  • HR nutzt nicht alle strukturellen Möglichkeiten aus, um das operative Management in den Onboarding-Prozess mit verbindlichen Qualitätskriterien einzubinden.

Wenn Sie Ihr Recruiting bzw. Ihre Personalbeschaffung insgesamt, Ihr Employer Branding oder Ihren Onboarding Prozess überprüfen oder neu aufsetzen wollen, können wir gerne ein unverbindliches Vorab-Gespräch führen. Rufen Sie mich einfach an oder teilen mir per Mail bzw. mit dem nachfolgenden Mailformular mit, wann ein geeigneter Zeitpunkt für ein kurzes Telefonat wäre.